Eine "kleine" Begegnung

Ernst Grube und Jürgen Müller-Hohagen treffen sich zu einem Gedankenaustausch Anfang Februar 2026 in der Cafeteria des Münchener NS-Dokuzentrums. In einer Pause sprechen zwei Frauen vom Nachbartisch Ernst an, Mutter und etwa 20jährige Tochter. Diese erzählt, dass sie zu ihrem Urgroßvater nachforsche. Der sei Häftling in Dachau gewesen, so wisse sie jetzt. In der Familie war das nie Thema. Ihre Großmutter, also dessen Tochter, habe ihr anvertraut, er hätte Albträume gehabt und ziemlich viel Alkohol getrunken. Jetzt aber wolle sie, die Urenkelin, endlich mehr darüber wissen. Ihre Mutter nickt bestätigend. Ernst und die beiden Frauen tauschen Telefonnummern aus.

Anschließend, nachdem die beiden gegangen sind, sagt Ernst, dass er solche Begegnungen schon öfter hatte: „Vergessene KZ-Häftlinge“.